Erbrechen

 

Auch für das Erbrechen gibt es beim Hund viele Ursachen:

 

von Magen- und /oder Darmentzündungen über Infektionskrankheiten bis zur Fremdkörperaufnahme,

das Alles und noch mehr kann Ursache für Erbrechen sein.

 

Wichtig ist hier ebenfalls die Unterscheidung in akutes oder chronisches Erbrechen.

 

 

Bei Erbrechen das länger als 24 Std. anhält sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden!

Der Flüssigkeitsverlust der durch häufiges Erbrechen zu Stande kommen kann, darf nicht unterschätzt werden! Einerseits wegen der Dehydratation (Austrocknung), andererseits wegen poteniellen Elektrolytmangels, besonders von Kalium & Chlorid, welcher schwere Störungen an Muskel- und Nervenzellen verursachen kann.

 

Verschlechtert sich der Allgemeinzustand des Tieres (siehe Vitalfunktionen) oder befindet sich Blut im Erbrochenen

unbedingt direkt beim TA vorstellig werden!

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte das Erbrochene unbedingt aufgehoben und zum Tierarzt mitgenommen werden. Daraus lässt sich evtl. die Ursachen der Vergiftung herausfinden.

 

 

 

Grundsätzlich gilt auch beim Erbrechen: mindestens 24 Std. Nahrungskarenz,

um den Magendarmtrakt zu schonen.

Frisches Wasser sollte immer zur Aufnahme bereit stehen,

allerdings sollte der Hund nur kleine Mengen Wasser auf einmal zu sich nehmen.

 

 

Danach kann mit einem langsamen Kostaufbau begonnen werden, am besten mehrmals täglich kleine Portionen

gekochtes, fettarmes Fleisch (Huhn oder Pute) mit Reis.

 

Die häufigsten Ursachen für akutes Erbrechen:

 

- Fressen von verdorbenem Futter, Katzen- oder Pferdekot

- Infektionserkrankungen

- schneller oder häufiger Futterwechsel

- Fremdkörperaufnahme wie Holz, Plastik, Stoff oder Steine

- Vergiftung

- Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

- Gastritis (Magenentzündung)

- Colitis (Dickdarmentzündung)

 

Typisch bei Hunden mit Übelkeit ist das häufige Fressen von Gras, v.a. auf nüchternen Magen.

Dies geschieht um den Brechreiz anzuregen.

Das gefressene Gras wird, normalerweise in Schleim eingepackt, erbrochen.

Tritt dieses Gras fressen sehr reglmäßig oder gar täglich auf, ist mit einer chronischen Erkrankung

des Magendarmtraktes zu rechnen.

 

Die häufigsten Ursachen für chronisches Erbrechen:

 

- chronische Magendarmentzündungen

- Magenentleerungsstörungen

(z.B. durch Fremdkörper, Schleimhautwucherungen, Lähmung der Magenmuskulatur)

- Neoplasien (Krebs)

 

Auch hier gilt:

Bin ich unsicher über den Zustand meines Hundes, dann geh ich lieber einmal zu viel zum Tierarzt als zu wenig.

Im Zweifelsfall rufe ich zumindest in der Tierarztpraxis meines Vertrauens an und gebe die Symptome durch.

Eine Diagnose via Telefon kann natürlich nie erfolgen, aber oft kann anhand der Symptomatik abgeschätzt werden

ob eine Vorstellung beim Arzt nötig ist oder nicht.

 

Auf den nächsten Seiten findet Ihr kurze Beschreibungen zu wichtigen Erkrankungen,

bei denen eine schnelle Reaktion & Besuch eines Tierarztes unerlässlich sind.

 

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